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Mittwoch, August 15, 2012

JESUS and coffee!

Der Zeitpunkt scheint günstig, um mal wieder den Blogtitel zu thematisieren.
Qualität und Zeit sind hohe Güter in diesen Tagen.
Qualität will bezahlt werden und um zu bezahlen braucht man Zeit und / oder Geld.
Ohne Arbeit kann ich keine Familie ernähren. Wenn meine Arbeit keine Qualität hat, muss ich soviel arbeiten dass ich kaum Zeit neben der Arbeit hätte. Gescheitert mit dem Versuch alles gleichzeitig zu erledigen habe ich das Gegenteil versucht.
Schnell aus der Arbeit raus, so lange schlafen wie es geht, keine Verabredungen, DVD und ZDF mediathek, jede Verbindlichkeit vermeiden, Badewanne, das zwanghafte Verlangen "zu entspannen" .....
Ich glaube diese Zeit ist manchmal unumgänglich aber auch bedenklich und gefährlich.

Wie viele Freunde werde ich haben die ich nie aus meiner Initiative treffe oder spreche?
Was wird mein Arbeitgeber von mir halten wenn ich immer in Eile (weg von hier ) bin?
Was wird ein Gast sagen wenn er das Gefühl hat er stört meinen "frühen" Feierabend?
Wie wird sich die Beziehung zu Gott entwickeln wenn ich bestenfalls einen Alibivers in der Bibel lese um mein relgiöses Verlangen zu stillen?
Was wird aus meinen Kindern wenn so ihr "Vorbild" aussieht?
Kann ich so meiner Frau ein Mann sein, den sie sich wünscht und den sie braucht?

Neben vielen Kleinigkeiten die ich versuche nach und nach zu verändern, war die Versuchung heute groß ---- DVD, schlafen, gut!
Allerdings habe ich mich entschieden mir Zeit für die Kinder zu nehmen bis sie schlafen, zu beten, Pastor Kevin zu zuhören und mich in aller Ruhe einem neuen Kaffee zu widmen.

Kevins Predigten sind bereits ein Jahr alt, aber passen gut zu meinen Gedanken.
Es geht um Ausgewogenheit und um Prioritäten.

Diese beiden Worte sind auch groß in der Kaffeezubereitung.

Die Ausgewogenheit soll alle postiven Eigenschaften im harmonischen Zusammenspiel in die Tasse bringen.
Priorität hat dabei den einzigartigen Charakter maximal zur Geltung zu bringen.
Mit größter Begeisterung habe ich am Tütenventil des aktuellen X-roast 5 gerochen. Selten dass man ein so deutliches Himbeeraroma aus einer Kaffeetüte bekommt.

Die erste Verkostungrunde war zunächst enttäuschend, allerdings bin ich dabei auch relativ lieblos und vorgegangen.

In meiner zweite "Qualitätszeit / jesus and coffee" war das Ergebnis deutlich anders.

Runde 1 Aeropress Disk.  / 85°
Runde 2 Clever Dripper. / 90°
Runde 3 Hario V60 / 96°
Runde 4 Chemex  / 96°



Keine Tasse war schlecht! Allerdings war die Aeropress, die Tasse mit der größten Balance!
Voller weicher Körper und süße beerige Aromen.
Am ausdruckstärksten war die Hario-Tasse. Dominierend waren die fruchtigen Säuren, intensive Limette im Abgang. Tageszeit oder Kundenwunsch abhängig würde ich mich für eine von beiden entscheiden.

Schöner Kaffee für gar nicht so viel Geld, erhältlich bei:
www.quijote-kaffee.de

Weitere Brühmethoden und Versuche:
http://vitsderkaffee.blogspot.com

Predigtreihe über balance (englisch / deutsch)
http://www.destinychurch.de 
 

Montag, Januar 09, 2012

Hario Caféor Coffee Dripper CFOD-02

Neues von Hario im Test:

Nachdem ich auf Arbeit bereits einen Vergleich zwischen dem Hario V60, Bodum Goldfilter und dem Hario Kunststofffilter gemacht habe, standen sich nun meine, mitlerweile geliebte, Chemex und der Hario CFOD gegenüber.

Mein Kaffee war:
Brasilien, Fazenda Cachoeria da Grame,
Pulped Natural, Bourbon
geröstet am 20.12.2011 von Hasbean

Obwohl diese Aromen nicht zu meinen bevorzugten gehören dominierten Toffee, Schokolade und Karamell die Tasse. Mit diesem Kaffee könnte man sicherlich viele begeistern, und obwohl vielleicht einige mit Steinen nach mir schmeißen möchten, wäre doch dieser Brasilianer wiederum eine hervorragende Grundlage für einen hochwertigen Espressoblend!


Zubereitung:
25g Kaffee, 320ml Wasser Input bei 94°C und eine Extraktionszeit von ca. 3:20 min.

In einem Satz:
Klarer Fall, die Tasse aus dem Hario Dripper hat mir besser geschmeckt als die Chemex.

In mehreren Sätzen:
Offensichtlich bestimmen die Kaffees die entsprechende Zubereitung, vielleicht könnte man behaupten dass gewaschene, säureintensive Kaffees in der Chemex bei hoher Dosierung und sehr grober Mahlung am besten zur Geltung kommen, während trocken aufbereitete körperreiche Kaffees sich besser mit Filtern ohne Papier präsentieren.

Meine größte Sorge mit permanent Filtern wie Kunstoff oder auch Baumwolle oder ähnliche Materialien bleibt die Hygiene.
Meistens werden Filter in der Küche aufbewahrt und sind somit anderen Dämpfen und Gerüchen ausgesetzt.
Vielleicht könnte man aber das Problem wie mit den Papierfiltern lösen, man packt das Ding einfach in eine Tupperbox!
Natürlich schmeckt die Chemex oder V60 Tasse deutlich klarer und sieht eben auch so aus. Das wiederum ist sowohl Geschmacks- als auch Gewohnheitssache.
Mit ca. 24€ ist das Teil nicht unbedingt ein Schnäppchen, wenn man jedoch bedenkt dass man sich gut 30€ für Papierfilter spart und dass Teil so oft rumterfallen lassen kann wie man möchte, ist es auch gar nicht mal teuer.