Dienstag, Januar 31, 2012

Aus Espressomühle wird Filtermühle

Da ich derzeit viele ausprobiere, habe ich mich entschieden eine ältere Mühle wieder zu aktivieren. Da ich die Mühle jedoch nur für Filterkaffee nutzen möchte, habe ich alle überflüssigen Bauteile abmontiert:

- Dosierstern
- Portionierhebel
- Tamper
- Füllmengen Sensor

Zudem habe ich das mehrere Meter lange Stromkabel gegen ein neues kurzes ersetzt. Der Portionsbehälter ist jetzt abnehmbar, so dass man das Mahlgut direkt daraus in den Filter geben kann.

Meine Frau ist sehr hübsch!

Montag, Januar 16, 2012

Zugegeben, ....

... das kann man noch besser machen!
Aber dafür dass ich schon lange nicht mehr so intensiv am gießen bin, finde ich den Versuch zwei Schwäne die sich im Cappuccino gegenüberstehen relativ gelungen.

Montag, Januar 09, 2012

Hario Caféor Coffee Dripper CFOD-02

Neues von Hario im Test:

Nachdem ich auf Arbeit bereits einen Vergleich zwischen dem Hario V60, Bodum Goldfilter und dem Hario Kunststofffilter gemacht habe, standen sich nun meine, mitlerweile geliebte, Chemex und der Hario CFOD gegenüber.

Mein Kaffee war:
Brasilien, Fazenda Cachoeria da Grame,
Pulped Natural, Bourbon
geröstet am 20.12.2011 von Hasbean

Obwohl diese Aromen nicht zu meinen bevorzugten gehören dominierten Toffee, Schokolade und Karamell die Tasse. Mit diesem Kaffee könnte man sicherlich viele begeistern, und obwohl vielleicht einige mit Steinen nach mir schmeißen möchten, wäre doch dieser Brasilianer wiederum eine hervorragende Grundlage für einen hochwertigen Espressoblend!


Zubereitung:
25g Kaffee, 320ml Wasser Input bei 94°C und eine Extraktionszeit von ca. 3:20 min.

In einem Satz:
Klarer Fall, die Tasse aus dem Hario Dripper hat mir besser geschmeckt als die Chemex.

In mehreren Sätzen:
Offensichtlich bestimmen die Kaffees die entsprechende Zubereitung, vielleicht könnte man behaupten dass gewaschene, säureintensive Kaffees in der Chemex bei hoher Dosierung und sehr grober Mahlung am besten zur Geltung kommen, während trocken aufbereitete körperreiche Kaffees sich besser mit Filtern ohne Papier präsentieren.

Meine größte Sorge mit permanent Filtern wie Kunstoff oder auch Baumwolle oder ähnliche Materialien bleibt die Hygiene.
Meistens werden Filter in der Küche aufbewahrt und sind somit anderen Dämpfen und Gerüchen ausgesetzt.
Vielleicht könnte man aber das Problem wie mit den Papierfiltern lösen, man packt das Ding einfach in eine Tupperbox!
Natürlich schmeckt die Chemex oder V60 Tasse deutlich klarer und sieht eben auch so aus. Das wiederum ist sowohl Geschmacks- als auch Gewohnheitssache.
Mit ca. 24€ ist das Teil nicht unbedingt ein Schnäppchen, wenn man jedoch bedenkt dass man sich gut 30€ für Papierfilter spart und dass Teil so oft rumterfallen lassen kann wie man möchte, ist es auch gar nicht mal teuer.

Montag, Januar 02, 2012

2011

wo sollte man anfangen, oder aufhören, wenn man erzählen möchte was letztes Jahr so alles passiert ist.
Ereignisreich, spannend, enttäuschend, begeisternd, überraschend, zäh, ermutigend....
Seit einigen Wochen glaubte ich zudem meinen Kaffee des Jahres gefunden zu haben...heute morgen fühlte ich mich darin erneut bestätigt.

1.
Obwohl ich am Anfang große Schwierigkeiten hatte und die "Chemex" in erster Linie optisch ansprechend fand, wurde es in den letzten Wochen zu meiner persönlichen Lieblingszubereitung. Der Schlüssel hierzu war ein deutlich gröberer Mahlgrad, eine höhere Dosierung und eine bewusst verkürzte Kontaktzeit von Wasser und Kaffee.

2.
Vier Kaffees konnte ich mit Sandro und Günter mit geplanten Profilen durch die Trommel schicken. Runde 2, Runde 4 und Runde 6 brachten meines Erachtens mit die besten Kaffees hervor die ich dieses Jahr getrunken habe.

3.
Unser letzter Kaffee: El Salvador, Finca El Topacia, Honey Processed Bourbon, angebaut auf 1500m Ilamatepec Mountains brachte eine außergewöhnlich süße Tasse hervor. Bei 40g Kaffee auf 500ml Wasser bei 93°C und einer Chemex Zeit von ca. 2:50min war unser Kaffee das perfekte Zusammenspiel aus intensiver Süße, einem weichen vollen Körper und einer angenehm verspielten Säure. Nuancen von Mandel, Honig und Limette waren beim öffnen der Tüte, beim quellen des Kaffees und natürlich beim trinken, ständige Begleiter.

Aufgrund eines unerwarteten Tauschgeschäftes habe ich nun erfreulicherweise auch eine Chemex zu Hause.

Das Jahr 2011 war wieder einemal äußerst bewegend ein bisschen ist es so wie mit meinem Kaffee des Jahres.
Viele Wochen und Monate haben wir getestet und getüftelt. Erst im Dezember kamen dann die Summe aus Rohkaffee, Röstprofil, Reife und einer optimierten Zubereitung in die Tasse.
Das hat viel Spaß gemacht, war manchmal frustrierend und oft erstaunlich. Aus einigen Antworten entstanden noch mehr Fragen.
Die Mühe hat sich in jedem Fall gelohnt, so oder so!

Mittwoch, November 02, 2011

Kontakte

Skype Nachrichte
n, Facebook, SMS, Telefon, EMail ...
So viele Medien und Möglichkeiten und doch so eine Armut.
Sicherlich ist es größtenteils eine persönliche Sache, - ich tue mich wirklich sehr schwer Kontakte zu halten.
Vielleicht hat es damit zu tun dass ich Smalltalk hasse, - mit Fremden oder Bekannten - ja, aber mit Freunden oder Familie, sage ich lieber gar nichts als ein paar leere Worte.
Auf der anderen Seite finde ich nicht die Ruhe und oft nicht die Zeit zu einem vernünftigen Gespräch und dann schiebe ich jeden Anruf oder jedes Treffen raus, so lange auf es eben geht!
Viele Anrufe nehme ich gar nicht an, weil ich mich in dem Augenblick einfach nicht bereit und oft überfodert fühle. Ich wäge ab, und komme oft zu dem Schluss dass ich nicht genügend Zeit für ein längeres Gespräch habe.
Obwohl es in unserer "24h auf 10 Kanälen Erreichbaren Gesellschaft", denn irgendein Gerät ist ja immer irgendwie online, durchaus legitim ist nicht auf jeden Signalton zu reagieren, stellt es einfach keine Lösung dar einen Anruf dreimal oder öfter zu ignorieren.
Zudem hat man sich in Zeiten des Mobiltelefons es sich angewöhnt es zu jeder erdenklichen Zeit "zu probieren", so erreichen mich die meisten privaten Anrufen während meiner Arbeitszeit, und ich muss diese ignorieren.
Das Problem dabei ist, dass ich ein permanent schlechtes Gewissen mit mir herumtrage.
Klar wird der Stress durch die Medien erzeugt, aber letztenendes muss ich einfach mehr Zeit für Freunde und Familie reservieren und das konzequent einhalten.

An dieser Stelle - "sorry" an die, die mich so oft nicht erreichen und "danke" dass Ihr dranbleibt!
Freunde :-)

Freitag, Oktober 28, 2011

unpopulär

... aus Spurgeon´s "Die Schatzkammer Davids" Band 1 zu Psaml 1:

".... denn um Gesundheit der Seele willen müssen wir oft arm, verlassen und bedrängt sein. Das Schlimmste ist manchmal für uns das Beste."

Sicherlich ist diese Aussage auch unter den Bibellesenden stark umstritten, vielmehr frage ich mich was man mit so einem Leitsatz verkaufen könnte oder möchte.
Oder, würde sich jemand getröste fühlen der diese Worte, vielleicht im schlimmsten Leid zu hören bekommt?

Ist es leichter jedes Leid damit zu erklären dass es der Gesundheit der Seele dient?
Wie so oft kann das nur ein Teil der Wahrheit sein. Auch wäre der Rückschluss dass physische Gesundheit, Wohlstand und Erfolg eine "kranke" Seele bewirken, in keinem Fall biblisch.
Schließlich waren viele Männer der Bibel im sichtbaren und unsichtbaren Reich und das oft zur gleichen Zeit :-)
Auch wäre es wohl töricht zu behaupten: "es tut mir gut, dass es mir schlecht geht"!
Tatsächlich kann ich aber aus eigener Erfahrung sagen dass wenn man nach einiger Zeit auf "harte Zeiten" zurückblickt oft festellen kann das man reifer, vielleicht klüger, oft ruhiger und liebender geworden ist.
.... aber nur weil Jesus mit mir und bei mir war, denn sonst hätte ich wohl bis heute Trost und Ruhe in Alkohol und Zigaretten vergeblich gesucht.

In 1. Mose 1 lesen wir über Gottes Schöpfung, "und siehe, es war sehr gut".
Ich denke es ist unsere von Gott gegebene Natur, Gutes zu suchen, Gutes zu tun, es uns Gut gehen zu lassen, dennoch sollten wir auch wenn wir das Leben nicht verstehen auch aus den "schlechten Zeiten" den "guten Ausweg" suchen.

Dienstag, Oktober 18, 2011

Irgendwie doch stolz drauf ....


....

Coffee and a Girl!

Heute hatte ich mein vielleicht größtes "in the cup" Barista Highlight für dieses Jahr!

1. Äthiopien Sidamo / Amaro Gayo /Asnakech Thomas - Hario 01 Keramik Dripper
2. Äthiopien Sidamo / Amaro Gayo /Asnakech Thomas- Aeropress
3. Guatemala Antigua / Aragon / Alejandro Zelaya Andrade - Hario 02 Keramik Dripper

alle drei waren aus meiner sich einfach nur perfekt (Zubereitung, Röstung, Reife)
und eine große Freude,
natürlich steigt dadurch auch die Lust auf mehr!

Gestern konnte ich ein paar Gramm Äthiopien Sidamo Kebado bestellen, außerdem ein paar Kilo Brasilien Bob-o-Link und Honduras Comsa. Freue mich sehr auf die Proberöstungen!

....und an alle die auf Februar gespannt sind .... "es wird ein Määädchen"!